Unter 6 Jahre
1–2 €
pro Woche
DIGITALE VERANTWORTUNG
Wie viel Taschengeld ist sinnvoll – und wie lernen Kinder den Wert von Geld kennen, wenn es in Apps und Spielen kaum noch sichtbar ist?
Digitales Taschengeld verstehen →
KURZ GESAGT
Digitale Käufe verändern, wie Kinder den Wert von Geld erleben. Robux, V-Bucks und andere virtuelle Währungen fühlen sich oft anders an als Bargeld, kosten aber echtes Geld. Deshalb geht es nicht nur darum, wie viel Taschengeld Kinder bekommen, sondern wie sie lernen, digitale Ausgaben einzuschätzen.
Fortnitepapa ist Vater und Gaming-Creator mit direktem Austausch mit Kindern, Jugendlichen und Eltern aus der Fortnite- und Roblox-Community.
Dieser Guide verbindet offizielle Plattforminformationen, praktische Schutz-Einstellungen und Erfahrungen aus dem Gaming-Alltag.
Die Taschengeld-Richtwerte basieren auf der DJI-Expertise von 2025. Digitale Kauf- und Schutzthemen wurden zusätzlich mit Verbraucherschutz-, USK- und Anbieterinformationen abgeglichen.
ORIENTIERUNG
Das Deutsche Jugendinstitut hat seine Richtwerte 2025 aktualisiert. Sie sind ein Lernrahmen und keine gesetzliche Vorgabe.
Unter 6 Jahre
1–2 €
pro Woche
6–7 Jahre
2–3 €
pro Woche
8–9 Jahre
3–4 €
pro Woche
10–11 Jahre
15–25 €
pro Monat
12–13 Jahre
20–30 €
pro Monat
14–15 Jahre
25–45 €
pro Monat
16–17 Jahre
40–60 €
pro Monat
Richtwert, keine Pflicht
Die Höhe muss zum Familienbudget und zu den vereinbarten Ausgaben passen. Jüngere Kinder erhalten Taschengeld sinnvollerweise wöchentlich, weil ein ganzer Monat noch schwer planbar ist. Ab 18 nennt das DJI 55–75 Euro monatlich für junge Erwachsene, die wirtschaftlich vollständig von ihren Eltern abhängig sind.
DJI-Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“ 2025GELDERZIEHUNG
Taschengeld ist ein geschützter Lernraum: Kinder dürfen entscheiden, planen, sparen – und auch einmal eine Entscheidung bereuen.
Ein verlässlicher Rhythmus macht Planen überhaupt erst möglich.
Im vereinbarten Rahmen dürfen Kinder eigene Entscheidungen treffen.
Zeitraum, Betrag und Verantwortung wachsen schrittweise mit.
Ist das Geld ausgegeben, hilft Warten beim Lernen mehr als sofortiger Ersatz.
Taschengeld sollte nicht wegen Noten oder Regelverstößen gestrichen werden.
Fragen helfen mehr als heimliche Überwachung jeder Ausgabe.
Wenn eine digitale Regel gebrochen wird, sollte Taschengeld deshalb nicht spontan zur Strafe werden. Der Entscheidungs-Guide erklärt, warum nachvollziehbare Konsequenzen besser als pauschaler Entzug funktionieren.
DAS KERNKAPITEL
Kinder lernen heute nicht nur, mit Geld umzugehen. Sie müssen lernen, mit unsichtbarem Geld umzugehen.
Im Portemonnaie wird ein Kauf sichtbar: Münzen oder Scheine sind danach weg. In Spielen sehen Kinder dagegen 800 Robux, 1.000 V-Bucks oder 500 Coins. Der Eurobetrag, die Summe mehrerer Käufe und der Abstand zum nächsten Taschengeldtermin bleiben leichter im Hintergrund.
UNSICHTBARES GELD
Ein Kind sieht oft nicht: „Ich gebe fünf Euro aus.“ Es sieht: „Ich habe noch 300 übrig.“
Digitale Gegenstände können Zugehörigkeit und Sichtbarkeit in der Gruppe bedeuten.
Zeitlich begrenzte Angebote lassen eine ruhige Entscheidung dringender wirken.
Übrig gebliebene Coins ziehen den Blick auf den nächsten Kauf statt auf den Gesamtpreis.
Einzelne Beträge wirken klein, können sich über Wochen aber deutlich summieren.
Das macht digitale Käufe nicht automatisch schlecht. Es bedeutet nur, dass Familien Eurobetrag, Nutzen und Kaufhäufigkeit bewusster sichtbar machen müssen. Die Guides zu Fortnite und V-Bucks sowie zur Roblox-Kindersicherung zeigen die passenden Plattformkontexte.
VIRTUELLE WÄHRUNGEN
Eigene Spielwährungen machen Käufe bequem. Gleichzeitig entsteht ein zusätzlicher Rechenschritt zwischen echtem Geld und digitalem Gegenstand.
Gekauft wird meist ein Währungspaket, nicht exakt der Preis eines Gegenstands.
Nach dem Kauf bleibt oft Guthaben übrig, das für sich allein nicht zum nächsten Wunsch reicht.
Größere Pakete können günstiger pro Einheit wirken, obwohl insgesamt mehr Geld ausgegeben wird.
Coins und Edelsteine lassen sich im Moment der Entscheidung schwerer mit Bargeld vergleichen.
Countdowns, Shop-Wechsel oder Events können eine spätere Entscheidung unmöglich erscheinen lassen.
Freunde, Teams oder Livestreams können den Wunsch nach sichtbaren Gegenständen verstärken.
SOZIALER DRUCK
Kinder vergleichen sich mit Freunden. Skins, Robux, V-Bucks und andere digitale Gegenstände können deshalb nicht nur ein Kaufwunsch, sondern auch ein sichtbares Zeichen von Zugehörigkeit sein.
„Alle haben das“ ist oft mehr als eine Geldfrage. Eltern müssen den Wunsch weder abwerten noch sofort erfüllen: Hilfreicher ist es, zuerst die soziale Bedeutung zu verstehen und danach gemeinsam über Wert, Priorität und einen passenden Rahmen zu sprechen.
Gruppendruck verstehen
Zeitdruck erkennen
Kaufgewohnheiten reflektieren
KAUF-SCHUTZ
Beide Wege brauchen Regeln. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie sichtbar und begrenzt das verfügbare Geld bleibt.
GUTHABEN
GESPEICHERTE ZAHLUNGSDATEN
Der technische Kaufweg hängt von Spiel, Gerät und Store ab. Der In-Game-Käufe-Guide erklärt die drei Schutzebenen. Beim ersten eigenen Gerät gehört dieser Punkt außerdem direkt zu den Regeln für das erste Handy.
WIEDERKEHRENDE KOSTEN
Monatliche Kosten passen schlecht zu Taschengeld, wenn sie im Hintergrund weiterlaufen und nicht jeden Monat neu entschieden werden.
Prüft gemeinsam Abonnements in App-Stores, Konsolen-, Spiele- und Plattformkonten. Achtet auf automatische Verlängerung, Testzeiträume und Mitgliedschaften, die nicht mehr genutzt werden.
Mitgliedschaften, Premium-Vorteile oder monatliche Spielwährung.
Online-Funktionen, Cloud-Dienste oder werbefreie Angebote.
Premium-Funktionen, höhere Limits oder wiederkehrende App-Kosten.
Die gleiche Regel gilt für neue digitale Werkzeuge: Bevor ein kostenpflichtiger KI-Dienst genutzt wird, sollten Zweck, Laufzeit und Budget Teil einer KI-Familienvereinbarung sein.
WENN GELD VERSCHWINDET
Nicht jeder Fehlkauf ist Betrug. Manche Situationen brauchen aber schnelle Schutzschritte statt einer langen Budgetdiskussion.
Versprechen mit Links, Logins oder Codes sind ein Anlass, sofort gemeinsam zu prüfen.
Hilfsbereitschaft kann ausgenutzt werden, wenn Gegenleistung, Druck oder Geheimhaltung verlangt werden.
Spenden, Geschenke oder sichtbare Reaktionen können Zugehörigkeit und Anerkennung versprechen.
Vor dem Kauf ist nicht sicher, welcher Gegenstand enthalten sein wird.
Ein Countdown verändert nicht automatisch den Wert oder Nutzen eines Gegenstands.
Private Deals, fremde Seiten und Zugangsdaten gehören nicht zu einem sicheren Kaufweg.
Bei verdächtigen Nachrichten oder Links hilft der Scam-Guide für Eltern mit klaren Sofortschritten. Wenn Kaufdruck mit Schlaf, Stimmung oder Konflikten zusammenhängt, kann der Gaming-Balance-Check den größeren Zusammenhang sichtbar machen.
LERNCHANCE
Eltern müssen nicht jede unkluge Ausgabe verhindern. Ein begrenzter Fehlkauf kann eine sichere Erfahrung sein, wenn danach ohne Beschämung darüber gesprochen wird.
Das Ziel ist nicht, jeden Wunsch gutzuheißen. Kinder sollen lernen, eine Entscheidung auszuhalten, zu bewerten und beim nächsten Mal bewusster zu treffen.
GEMEINSAM VEREINBAREN
Die Regeln sollen vor dem nächsten Kauf feststehen – nicht erst, wenn ein Countdown läuft oder bereits Geld ausgegeben wurde.
Ein fester Zeitraum und ein verständlicher Betrag.
Zum Beispiel Abos, größere Pakete oder Zufallskäufe.
Bei Countdown, Gruppendruck oder Unsicherheit gilt eine Pause.
PIN, Freigabe und Benachrichtigung passend einrichten.
Kaufhistorie und laufende Abos regelmäßig ansehen.
HÄUFIGE ELTERNFRAGEN
Die DJI-Richtwerte von 2025 reichen von 1 bis 2 Euro pro Woche für Kinder unter 6 Jahren bis zu 40 bis 60 Euro pro Monat für 16- bis 17-Jährige. Sie sind eine Orientierung, keine Pflicht. Familienbudget, Alter und die vereinbarten Ausgaben bleiben entscheidend.
Taschengeld soll einen eigenen Lern- und Entscheidungsraum schaffen. Bei digitalen Käufen brauchen Kinder trotzdem passende Konten, sichere Zahlungswege und verständliche Familienregeln. Vor allem jüngere Kinder sollten Robux- oder V-Bucks-Käufe gemeinsam mit ihren Eltern in Euro einordnen.
Übersetzt den Wunsch vor dem Kauf gemeinsam in Euro und vergleicht ihn mit einer sichtbaren Alternative: Wie viel Taschengeld ist das, was wird gekauft und wie lange bleibt es wahrscheinlich interessant? So wird aus einer abstrakten Spielwährung eine nachvollziehbare Entscheidung.
Guthaben kann einen sichtbaren und begrenzten Rahmen schaffen. Es ersetzt aber keine Kaufregel und greift je nach Plattform nicht unter allen Ausgabenlimits. Gespeicherte Zahlungsdaten ermöglichen spontanere Käufe und sollten auf Kinderkonten nur mit wirksamem Kauf-Schutz verwendet werden.
Bleibt zuerst bei der Entscheidung statt bei Schuld oder Scham. Fragt, was der Kauf gebracht hat, wie lange er interessant war und was beim nächsten Mal anders laufen soll. Für die Zukunft kann ein getrenntes Digitalbudget oder eine Wartezeit vor größeren Käufen helfen.
Prüft gemeinsam die Bereiche für Abonnements und Zahlungen im verwendeten App-Store, Konsolen- oder Spielkonto sowie die Abrechnungen des Zahlungswegs. Achtet auf automatische Verlängerungen und Kündigungsfristen.
Das DJI empfiehlt einen verlässlichen Lernraum. Taschengeld sollte deshalb nicht bei schlechten Noten oder Regelverstößen gestrichen und nicht grundsätzlich an alltägliche Familienaufgaben gekoppelt werden. Zusätzliche, klar vereinbarte Aufgaben können getrennt betrachtet werden.
Nicht eine einzelne Alterszahl entscheidet. Ein Kind sollte Eurobeträge einschätzen, Kaufdruck erkennen, Abos von Einzelkäufen unterscheiden, vereinbarte Grenzen einhalten und bei Unsicherheit fragen können. Technische Freigaben sollten schrittweise zur gezeigten Verantwortung passen.
QUELLEN & AKTUALITÄT
Taschengeld-Richtwerte, Plattformfunktionen und Verbraucherschutzinformationen können sich ändern. Die Angaben wurden für diesen Guide am 24.07.2026 geprüft.
Preisprüfung
Dieser Guide nennt bewusst keine festen Robux-, V-Bucks- oder Itempreise. Angebote, Paketgrößen, Plattformen und Regionen können den Preis verändern. Prüft den Eurobetrag deshalb immer unmittelbar vor dem Kauf im tatsächlich verwendeten Store.
WEITERFÜHRENDE GUIDES
Je nach Situation helfen technische Einstellungen, Familienregeln oder ein genauer Blick auf das konkrete Spiel.
Kaufwege, PINs, Stores und Zahlungsdaten gemeinsam prüfen.
Guide öffnen →Robux, Ausgabenlimits und Kaufbenachrichtigungen einrichten.
Guide öffnen →V-Bucks, Skins, Battle Pass und Familienregeln einordnen.
Guide öffnen →Digitale Verantwortung schrittweise und altersgerecht aufbauen.
Guide öffnen →Schlaf, Schule, Freunde, Bewegung, Stimmung und Konflikte betrachten.
Guide öffnen →Bei Gratis-Robux, Fake-Geschenken und Druck sicher reagieren.
Guide öffnen →Bezahlte KI-Funktionen, Abos und gemeinsame Regeln einordnen.
Guide öffnen →